eBook Reader Blog

Neues aus der Welt der eBook Reader

Bekannt ist das Prinzip ja bereits aus dem Mobilfunkbereich: Man schließt einen Handyvertrag ab und erhält dafür eine Handy kostenlos dazu. Ein ähnliches Marketingkonzept testet Amazon derzeit  laut US-Blog Techcrunch auch für den Amazon Kindle. Kunden, die den Amazon-Dienst „Prime“ abonnieren, sollen demnach einen Kindle kostenfrei dazu bekommen. Prime ist ein Dienst für Vielbesteller – für einen Jahresbeitrag von 79 Dollar bekommt man sämtliche Versandkosten freigestellt.  Für Amzaon dürfte die kostenfreie Weitergabe des eBook Readers zusätzlich den Verkauf von eBooks ankurbeln.

Seit dem 1. April diesen Jahres ist der eBook Reader von Weltbild auf dem Markt, bekam aber umgehend auch ein wenig Konkurrenz vom iPad, welches etwa zur gleichen Zeit erschien. Viele werden sich nun denken, dass ein iPad womöglich die bessere Wahl wäre und dem eBook Reader eindeutig vorzuziehen ist, da ein Tablet PC effektiv mehr Verwendungsmöglichkeiten bieten kann. Allerdings sollte man hier vorsichtig mit dem Urteil sein. Jemand, der es auf einen eBook Reader abgesehen hat und hauptsächlich dazu verwenden möchte, um auf elektronischem Weg Bücher zu lesen, wird früher oder später Probleme mit dem iPad bekommen.

Im Gegensatz zum eBook Reader ist das iPad etwas schwerer und bietet eine kürzere Akkulaufzeit. Hinzu kommt leider die Unfähigkeit, sich an die Außenbeleuchtung anzupassen. Das eBook trifft es da etwas besser, da auch bei der größten Sonneneinstrahlung noch ein angenehmes Lesen durch das E-Ink Display möglich ist. Als weiterer Nachteil wird verzeichnet, dass beim iPad nur speziell aus dem Store gekaufte Software eingespeist werden kann, während beim eBook Reader und anderen, kompatiblen Geräten eine Austauschmöglichkeit vorhanden ist. Letzten Endes sind die Dateien, die auf das iPad geladen werden, auch teurer als der Konkurrent. 30 Prozent der Einnahmen bezieht Apple selbst, was bei anderen eBook Readern ausbleibt.

Hauptsächlich ist das iPad dafür ausgelegt, dass andere Funktionen im Vordergrund stehen. Aber effektiv kann es den eBook Reader nicht ersetzen. Die Möglichkeit, ein eBook darüber zu lesen, ist eigentlich nur ein netter Nebeneffekt. Im Grunde ist das iPad hauptsächlich für Menschen gedacht, die zwar gerne etwas lesen, aber häufiger mit anderen Medien zu tun haben, wie beispielsweise dem Internet oder verschiedenen Apps.

Wer also gerne eher 5 Stunden am Stück im Zug sitzt und währenddessen ein zuverlässiges E-Book lesen möchte, ist mit dem eBook Reader besser beraten.

iPad vs. eBook Reader

März 17th, 2010

Mit dem Erscheinen des Apple iPad beschwören viele schon das Ende der Gerade erst begonnen Ära der eBook Reader herauf. Auch wenn des iPad eine direkte Konkurrenz für reine eBook Reader darstellt, wird es ganz so schlimm sicherlich nicht werden. Denn das iPad ist ein Multifunktionsgerät, während eBook Reader spezialisierte Geräte sind. Bis jetzt konnte noch kein Multifunktionsgerät eine eine Klasse spezilisierter Geräte wie Mobile Spielkonsolen oder Mp3-Player vom Makrt verdrängen – was natürlich nicht zwnagsläufig bedeuten muss, das dies doch irgendwann einmal geschehn könnte. Der entscheidende Unterschied zwischen iPad und eBook Readern ist der Bildschirm. Jeder der schon einmal auf einem e-Ink Display ein eBook gelesen hat, wird diese Lesequalität bei einem LCD-Bildschirm schmerzlich vermissen. Darüber hinaus holen e-Ink Displays in technischer Hinsicht derzeit kräftig auf. Wie bei Golem.de zu lesen ist, hat der neue stellvertretende Chef von e-Ink gerade angekündigt, das noch in diesem jahr erste eBook Reader mit Farb-eInk Technik auf dem markt erscheinen werden.

Apple iPad

Apple iPad

Das Apple nicht einfach nur einen weiteren eBook Reader auf den Markt bringt dürfte sich von selbst verstehen. Das Apple iPad kann man   wohl treffend als größeres iPhone bezeichnen, mit dem man jedoch nicht telefonieren kann. Es hat ungefähr denn Umfang von einem kleinformatigen Bilderrahmen.Mit der eBook Reader App iBook ist das iPad von Haus mit einer sehr schicken eBook Reader Software ausgestattet. Da das iPad jedoch über kein e-Ink Display verfügt ist die Darstellungsqualität von eBooks weniger hochwertig als bei echten eBook Readern. Dafür kann das iPad jedoch Farbe und hat nicht so ein quälend langsamen Seitenaufbau wie bei e-Ink Displays. Hier bahnt sich also ein fundamentaler Streitpunkt an. Wahrscheinlich werden demnächst in der Bahn beobachten können, wie eBook Reader Leser neidisch auf den Farbbildschirm der neben ihnen sitzenden iPad Besitzer schielen, während diese insgeheim die hohe Darstelllungsqualität der e-Inks Displays bewundern. Aber wenn die technische Entwicklung in 2010 genauso rasant weitergeht wie in den letzten Monaten, dann werden wir schon bald die ersten e-Ink Farbdisplays bestaunen dürfen. Auch wenn das iPad derzeit das stylischere Produkt ist, daher wohl nicht gesagt, dass PC-Tablets die eBook Reader vom Markt verdrängen werden. Eine wirklich gute Nachricht über das iPad ist jedoch, dass es wohl wesentlich günstiger zu haben sein wird als im Vorfeld spekuliert wurde. Und mit etwas Glück bekommt man es ja vielleicht auch hier über einen Gutschein.

 

Jetzt auch in Farbe

Januar 25th, 2010

Während alle Welt auf die Enthüllung des iPadvon Apple wartet, scheint Asus eine nicht weniger geringe Sensation in petto zu haben . Wie engaged.com herausgefunden hat, plant der Hersteller einen neuartigen eBook reader names eee-Reader. Dieser soll neben 3g Mobilfunkanschluss, WLAN und Spracherkennung über ein Farb-Display verfügen, das auch schnell genug sein soll, um Flash-Filme abzuspielen. Das Display soll auf der sogennannte Organic LED Technik (OLED) basieren. OLED besteht aus einem organischen Material, dass selbstleuchtend, wodurch das Display keine extra Hintergrundbeleuchtung benötigt. Damit sind nicht nur stromsparende sondern auch extrem dünne Displays möglich.

Die e-Ink Displaytechnologie hat eine neue Generation an ebook Readern zum Vorschein gebracht und gleichzeitig einen wahren Boom ausgelöst. Bei allem Lesekomfort den sie mit sich bringt, muss man als Buchleser jedoch nach wie vor ein großes Manko in Kauf nehmen: Es ist lediglich eine monochrome Darstellung möglich, bei Farben heißt es dagegen: Fehlanzeige. Doch mit Mirasol gibt es nun eine sehr interessante Nachfolge-Technologie, die bei gleich bleibender Darstellungsqualität auch Farbdarstellung möglich machen soll. Das Grundprinzip basiert auf einem elektromechanischen System: Zwei Membranen werden je nach Spannung in ihrem Abstand variiert, der Abstand wiederum variiert die Lichtreflexionseigenschaften, wodurch Farben erzeugt werden. Eine genauere Erklärung gibt es hier. Genau wie bei E-Ink ist die Darstellung nicht selbstleuchtend, was die hohe print-ähnliche Darstellungsqualität ermöglicht und es wird nur Energie zum Seitenaufbau, nicht aber zur kontinuierlichen Darstellung benötigt. Der erste marktreife eBook Reader mit Mariasol-Technik soll bereits 2010 auf den Markt kommen.

Weitere Infos:

engaged, slashgear

Buch Leser vs. eBook Reader

August 18th, 2009

Der amerikanische Buchladen Green Apple Books scheint nicht viel von eBook Readern zu halten, nimmt deren zunehmende Popularität aber mit Humor. In einem zehnteiligen Videokontest hat er jeweils ein Buch gegen einen Kindle antreten lassen. Wirklich sehr amüsant!

hier eine kleine Kostprobe:

Die weiteren Teile gibt es bei  der Wahnsin hat einen Namen zu sehen.

Wie Sony heute in in einer Pressemitteilung ankündigte, erscheinen Ende August gleich zwei neue Modelle der PRS eBook Reader Reihe. Wie man schon anhand der Kennnumierung PRS 300 und PRS 600 erkennen kann, handelt es sich dabei aber nicht wirklich um Weiterentwicklungen  der ebenfalls erst vor kurzem erschienenen Modelle PRS 505 und PRS 700, sondern vielmehr um abgespeckte Versionen -  die dafür allerdings preislich wesentlich günstiger daherkommen.

Der PRS 600 ist technisch weitgehenst identisch mit dem PRS 700, er verfügt über einen 6 Zoll e-Ink Display mit Touchscreen Funktion und 512 MB Speicher, besitzt dafür allerdings keine interne Leselampe. Ob man diese wirklich benötigt sei dahingestellt. Dafür ist das Gerät gleich 100 Dollar billiger als der PRS 700 und nimmt bei 299,- Dollar den Preiskampf mit dem Konkurrenzprodukt Amazon Kindle 2 auf.

Der PRS 300 ist ein kleiner kompakter eBook Reader ohne jeglichen Multimedia Schnickschnack. Er besitzt einen 5 Zoll e-Ink Display und hat ebenfalls 512 MB Speicher, was ungefähr für 350 eBooks reicht. Auf Touchscreen Bedienung wurde verzichtet, genauso wie auf den mittlerweile schon bei eBook Readern etablierten MP3-Player. Dafür kostet der PRS 300 auch nur 199 Dollar.

Beider eBook Reader sind in den Farben silber, rot und schwarz erhältlich und werden in einer Schutzhülle ausgeliefert. Ob und wann sie in Europa auf den Markt kommen ist bisher noch offen.

sony-prs600prs-300

Weitere Infos:

silicon.de

Mit Zunehmender Verbreitung von eBook Readern hat sich im Web in den letzten Monaten eine anhaltende Diskussion über Sinn und Unsinn von eBook Readern entwickelt. Abgesehen davon, dass im Web über so ziemlich jeden Gegenstand ausufernd diskutiert wird, schlägt die eBook Reader Debatte jedoch zum Teil recht hohe Wellen. Wie kommt das? – Bei jeder neuen technischen Entwicklung stellt man sich natürlich die Frage nach dem Nutzen. Zum Konservativismus neigende Menschen sehen in neuen Technologien jedoch meistens überhaupt keinen Nutzen und lehnen sie pauschal ab. Wer aber sowieso kein grundsätzliches Interesse an neuen technischen Gerätschaften hat, informiert sich auch nicht tiefergehend darüber und baut daher seine Ablehnung schnell auf fehlenden oder falschen Informationen auf. Ein schönes Beispiel hierfür der Kommentar einer Leserin im Forum von Maedchen.de über eBook Reader (sinngemäß aus der Erinnerung wiedergeben, ich finde den original-Post leider nicht mehr) :

„Waaas ebook Reader? So ein Schwachsinn, jetzt wollen die auch noch Bücher abschaffen, dabei gibt es doch nichts schöneres als es sich Morgens mit einem schönem Buch im Bett gemütlich zu machen.“

Warum sollte man Bücher abschaffen? Solange Bücher gekauft werden, werden auch Bücher produziert, völlig unabhängig davon ob es zusätzlich auch noch eBooks und ebook reader gibt oder nicht.

Auch sehr witzig, dieses mal jedoch freiwillig komisch, das Interview mit dem Schriftsteller, Übersetzer und Schauspieler Harry Rowolt auf Zeit.de – unter anderem äußert er sich darin mit „leicht“ ironischem Unterton zum Thema eBooks und sagt, dass er Bücher albern findet, die man nicht in der Sonne oder am Strand lesen kann.

Prima, dass genau das mit den aktuellen eBook Readern dank E-Ink Technik möglich ist.

Ich würde darauf wetten, das weder Harry noch das Maedch.de-Mädchen jemals einen eBook Reader in der Hand gehalten haben. Und selbst wenn sie eines Tages mal einen in die Finger bekommen, werden sie sicherlich nicht in Begeisterung geraten, sondern stattdessen erstmal aufzählen was daran alles schlecht, nachteilig, ungesund oder unnütz ist.

Damit folgen sie einer langen Tradition von Technophobie, die mindestens so alt ist, wie der Erfindungsgeist der Menschheit. Hier ein paar Beispiele:

Handys? – nerven nur und erzeugen gesundheitsschädigende Strahlung

eMails? - man verlernt ja das handschriftliche Schreiben außerdem sind Briefe viel persönlicher und man kann sie in einer schön dekorierten Sammelmappe als persönliche Erinnerung aufbewahren,

CDs? – klingen unnatürlich brillant und das schöne gemütliche Knistern fehlt. Außerdem sind die Cover viel zu klein, Schallplattencover kann man sich dagegen auch als Bilder an die Wand hängen.

Eisenbahn? – kein Mensch kann eine Geschwingigkeit von 15 km/h ohne gesundheitliche Schäden überstehen.

Wahrscheinlich rief auch schon die Entdeckung des Feuers den gleichen Schlag von Kritikern auf den Plan:

Feuer? – Viel zu heiß, man kann sich sogar daran verbrennen, außerdem schmeckt’s roh immer noch am besten.

Ob es wirklich notwendig ist, sich mit solchen Argumenten in langatmigen Diskussionen auseinander zu setzen mag jeder für sich selbst einschätzen. Wer Interesse und Spaß an Technik hat, kann sich auch für neue Technologien begeistern, die nicht sofort eine technische Revolution auslösen und vielleicht sogar noch nicht einmal einen direkten praktischen Sinn haben, sondern einfach aufgrund ihrer Neuheit faszinierend sind. Neugierde ist dabei die entscheidende Motivation und nicht Alltagsprakmatismus. Waren die ersten Computer von praktischem Nutzen? Wohl kaum – dennoch haben sie auf einige Menschen große Faszination ausgeübt. Der praktische Nutzen und somit auch die gesellschaftliche Anerkennung kam erste viele Jahrzehnte später.

Um wieder auf eBook Reader zu sprechen zu kommen, möchte ich nach den oben zitierten Kontra-Argumenten noch einen interessanten Fürsprecher zu Wort kommen lassen, der genau wie Harry Rowohlt ein Mann der Bücher ist. Der Kunstkritiker und Medienwissenschaftler Stefan Heidenreich sprach sich im Mai 2009 in in der TAZ für eine „unendliche Bibliothek“ aus. Er kündigte darin an, seine persönliche Bibliothek, die er primär für seine Arbeit und nicht zur Zerstreuung nutzt, nach und nach komplett zu digitalisieren. Während er schon längst Texte nur noch digital per Computer verfasst, sind seine Bücher immer noch Papier-gebunden. Dabei erleichtert es die wissenschaftliche Arbeit viel mehr, wenn Texte in digitaler Form erhalten bleiben.

„Da Schreiben eine Form des Denkens ist, fallen Lesen und Schreiben zusammen. Es wird nun höchste Zeit, die gelesenen Texte im selben Format verfügbar zu haben wie die geschriebenen.“

Warum druckt man wissenschaftliche Arbeiten auf Papier und versteckt diese dann in Bibliotheken wo sie nur von ortsansässigen Interessenten unter physischem Aufwand gefunden werden können? Umberto Ecco reist grundsätzlich mit seiner Bibliothek umher. Sie besteht aus 250 GB an digitalen Texten. Nicht zuletzt hat das Verfassen eines Buchs auch eine statusfördernde Wirkung. Sein eigenes Buch im Schrank stehen zu haben ist nun mal beeindruckender als ein ein selbst verfasstes eBook auf der Festplatte zu haben. Doch ist Statusförderung alleine wohl kaum der Sinn wissenschaftlicher Arbeit. „Letztlich geht es nicht darum Bücher zu schreiben, sondern Gedanken mitzuteilen.“

Mit Samsung wagt sich ein neue BigPlayer auf den eBook Reader Markt vor. „Papyrus“ so der Name des neuen eBook Readers des sükoreansischen Herstellers. Das Gerät ist mit einem vergleichsweise kleinem, 5-Zoll Display ausgestattet, das über eine Touchscreen Bedienung verfügt. Mit einer Auflösung von 600 x 800 Pixeln können acht Graustufen dargestellt werden. Als Betriebssystem setzt Samsung auf ein eigens angepasstes Linux mit 2.6er-Kernel. Das Gerät besitzt keine Internetanbindung, dafür aber eine USB-Schnittstelle, mit der u.a. PDF, TXT und Word-Dokumente übertragen werden können. Der eBook Reader soll zunächst in Südkorea erscheinen, wo er für umgerechnet 200 Euro zu haben ist. Ob und wann der Papyrus auch in Europa erhältlich ist, lässt Samsung derzeit noch offen.