
Amazon Kindle 3
Mit knapp 3 Jahren Verspätung ist der Amazon Kindle 3 nun auch offiziell in Deutschland erhältlich. Amazon zierte sich in der Vergangenheit sein meist verkauftes Produkt auch regulär in Deutschland anzubieten, da ein attraktives Angebot an deutschsprachigen eBooks hierzulande nicht ohne weiteres zu akquirieren war. Jetzt launcht Amazon seinen deutschsprachigen Kindle eBook Shop, mit über 25.000 Titeln in deutscher Spracher. Auch Zeitungen und Magazine sind entweder als Abo oder als Einzieltiteldownload zu haben. Die Hardware des deutschen Kindle entspricht exakt der US-Version (inklusive englischer Tastatur-Belegung). Leichte Einschränkungen gabe es bei der Funktionalität. So steht etwa Verleihfunktion, mit der man eBooks an andere Kindle-Besitzer verleihen kann in Deutschland vorerst nicht zur Verfügung. Auch die Möglichkeit in eBooks Notizen vorzunehmen und diese online abzuspeichern steht noch nicht bei allen Titeln zur Verfügung. Die deutsche Kindle 3 Version mit kostenloser Mobilfunk-Internetverbindung gibt es für 189,- Euro die Wlan-Variante ist für 139,- Euro zu haben.
Der eBook-Trend ist mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum voll angekommen. Einer aktuellen Erhebung des österreichischen Marktforschungsinstituts Marketagent.com http://www.marketagent.com zufolge werden die elektronischen Bücher bereits von jedem Vierten als eine echte Alternative zum traditionell gedruckten Pendant gesehen. Eine langfristige Verdrängung des klassischen Buches ist aber dennoch eher unwahrscheinlich. Lediglich rund zwölf Prozent der insgesamt 500 befragten 14- bis 59-Jährigen glauben, dass die digitale Version die gedruckte langfristig vollkommen von der Bildfläche verdrängen könnte. Unter den 14- bis 19-Jährigen ist es immerhin jeder Fünfte, der die Bücher in Papierform in Gefahr sieht. “Grundsätzlich kann man aber durchaus von einem zukünftigen Trend zum digitalen Lesen sprechen”, erklärt Marketagent.com-Geschäftsführer Thomas Schwabl.
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Die Computermesse CeBit in Hannover ist nicht nur ein Mekka für Computerliebhaber und Businesskunden, die CeBit entwickelt sich auch immer mehr zur Messe für eBook-Reader. Auffallend war in diesem Jahr die starke Verschmelzung von Tablets und eBook-Readern, auch wenn dieser Effekt nicht nur Vorteile mit sich bringt.
Neben vielen qualitativ unterdurchschnittlichen eBook-Readern unbekannter asiatischer Hersteller finden sich auf der CeBit 2011 auch Neuvorstellungen bekannter Hersteller wie Hanvon, Pocketbook und Archos. Den Funktionsmangel aktueller eBook-Reader versuchen einige Produzenten zu umgehen, indem auf klassische eBook-Tugenden zugunsten multimedialer Funktionen verzichtet wird. So zeigen sich immer mehr verkappte Android-Tablets, die nun primär als eBook-Reader mit Farb-LCD beworben werden. Die Möglichkeit, mit dem Reader auch Videos und andere Multimediainhalte darstellen zu können, geht allerdings auf die Bildqualität – eInk-Bildschirme sind zwar nicht für bewegte Bilder geeignet und stellen auch nur sehr selten farbige Inhalte dar, dafür ist der Kontrast und die Lesbarkeit dieser Modelle ungeschlagen. Da ein eInk-Reader zudem nur Energie benötigt wenn eine Seite umgeblättert wird, lassen sich mit diesen Geräten problemlos bis zu 8000 Seiten mit einer Akkuladung lesen, LCD-Geräten geht nach bislang maximal acht Stunden der Strom aus.
Sehr interessant ist die Vorstellung von Hanvons erstem eBook-Reader mit farbigem eInk-Bildschirm. “Triton” nennt eInk diesen Farbbildschirm, der es ermöglicht auch farbige Bilder in elektronischen Zeitschriften oder Büchern betrachten zu können. Die Farben des 9,7 Zoll großen Bildschirmes wirken allerdings noch etwas flau und verwaschen, dafür bleiben Kontrast und Lesbarkeit auf dem gewohnt hohem eInk-Niveau. Der Vorstand von Hanvon ist überzeugt von den farbigen Bildschirmen, mit Bildschirmen in schwarz-weiß würden eBook-Reader nicht überleben, heißt es von der Unternehmensleitung. Ein weiterer eBook-Reader von Hanvon setzt im Gegensatz dazu zwar weiterhin auf schwarz-weiße Darstellungen, dafür erhöht der Hersteller Darstellungsqualität stark. Der WISEreader E920 arbeitet mit einem 9,7 Zoll großem eInk-Bildschirm mit beeindruckenden 200 dpi Auflösung.
Bei Pocketbook setzt man auf eine eigenen eBook-Store. In Zusammenarbeit mit dem eBook-Händler libreka! stellt Pocketbook zum Start des Shops 20.000 deutschsprachige und 200.000 englischsprachige Bücher zum Kauf bereit. Die neuen Reader von Pocketbook verfügen daher über eine WLAN-Schnittstelle, um bequem am Reader durch das Buchangebot stöbern zu können. Der Zugriff auf den Shop findet bei den eInk-Modellen per Browser statt, die Tablet-ähnlichen LCD-Reader wie der PocketBook iQ 701 bekommen für diesen Zweck eine spezielle App.
Den Einstieg in den eBook-Markt möchte auch der französische Tablet-Hersteller Archos nicht versäumen. Bereits jetzt erfreuen sich die preiswerten Archos Home Tablets großer Beliebtheit als universelle und preiswerte eBook-Reader mit Tablet-Funktionen. Auch wenn die Bildqualität der genutzten LCD-Bildschirme nicht mit eInk konkurrieren kann, die Funktionsvielfalt überzeugt. Mit dem Archos 70b bekommen die Tablets jetzt Konkurrenz durch ein Android-Gerät mit 7 Zoll Bildschirmdiagonale. Auch wenn das Archos 70b einem herkömmlichen Tablet stark ähnelt, konzentriert sich der Hersteller auf die eBook-Funktionen. So bietet die Reader-App eine Lesezeichenverwaltung, einstellbare Schriftgrößen und einen Lagesensor um vom Hoch- ins Querformat schalten zu können. Kontrast und Lesekomfort des LCD-Bildschirms mit 800 x 480 Bildpunkten Auflösung entspricht indes nicht den Standards der eInk-Reader, auch die Akkulaufzeit von maximal acht Stunden reicht nicht an die spezialisierten Mitbewerber wie Amazons Kindle heran.
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Der Ukrainischer Hersteller PocketBoock stellt auf der diesjährigen IFA 2010 gleich vier neue eBook Reader und ein Tablet PC vor. Die eBook Reader der PocketBook Pro Reihe sind alle mit einem WLAN Modul ausgestattet und besitzen ein Linux-Betriebssystem. Wahlweise gibt es dann einen 6 Zoll oder 9 Zoll Display in einfacher oder Komfort-Ausstattung. Letztere besteht aus einem zusätzlichen UMTS-Modul und einem Touchscreen.
Zu dem PocketBook Tablet PC PocketBook IQ gibt es noch nicht viel zu vermelden. Es soll ein 7 Zoll TFT Display haben und auf das Google Android Betriebssystem zurückgeifen.
Die Lesegeräte sollen im November 2010 erscheinen. Über die Preise ist noch nichts bekannt.
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