eBook Reader Blog

Neues aus der Welt der eBook Reader

Elektronische Bücher gibt es bereits seit den 70er Jahren. Eines der ersten Projekte in dieser Richtung war die elektronische Bibliothek „Projekt Gutenberg“, die im Jahre 1971 damit begann, kostenlos Rechte freie Literatur in digitaler Form anzubieten. Inzwischen gibt es wohl kaum noch ein Printprodukt, das nicht auch gleichzeitig in digitalisierter Form erscheint. Das betrifft bei weitem nicht nur Printerzeugnisse wie Bücher, Tageszeitungen und Magazine, sondern auch Unternehmensberichte, Bahnfahrpläne, Börsenberichte etc.
Hierfür ein spezielles Lesegerät zu entwickeln, das Vorteile der digitalen Welt mit der realen, gedruckten Welt kombiniert, liegt somit auf der Hand. Die ersten Versuche scheiterten jedoch kläglich:. 1999 erschien der erste eBook Reader von der Firma Nuvo Media. Es konnte sich jedoch nie richtig durchsetzen, was wohl nicht zuletzt an der noch mangelnden Verbreitung von Internet und mobilen Geräten generell lag. Die Zeit war einfach noch nicht reif. Generell stellt sich bei elektronischen Lesegeräten, wie auch bei anderen technischen Neuentwicklungen im Unterhaltungssektor die Frage: wofür brauch ich das? Die frühen eBook Reader konnte darauf tatsächlich noch keine überzeugende Antwort geben: Der Lesekomfort auf LCD-Bildschirmen ist gering, die noch nicht vorhandene Internetanbindung schränkte die Mobilität ein und Formatstandards wie PDF, waren noch nicht so sehr verbreitet. Ebook Reader verschwanden darauf hin wieder in der Versenkung. Erst im Jahr 2004 brachte Sony mit der PRS Serie eine neue Generation von eBook Lesegeräten auf den Markt, die nicht zuletzt aufgrund einige technischer Neuerungen, wie dem elektronischen Papier der Firma e-Ink, auch von den Verbrauchern akzeptiert wurde.

Elektronisches Papier imitiert gedruckte Tinte auf Papier. E-Paper Bildschirme sind nicht selbstleuchtend und besitzen ähnliche Kontrast- und Reflexionseigenschaften wie echtes Papier. Im Kern basiert e-Paper aus elektrisch leitendem Kunststoff, in dem kleine Moleküle enthalten sind, die auf elektrische Spannung reagieren. Dadurch können sie durch einmaliges Anlegen einer Spannung zu beliebigen (Buchstaben)formen angeordnet werden. Neben des hohen, augenschonenden Lesekomforts hat e-Paper den Vorteil, dass es extrem akkuschonend ist. Strom wird nur beim Aufbau einer Seite benötigt, nicht aber zur dauerhaften Darstellung. Alle modernen eBook Reader verwenden diese Technologie und sorgen somit für ein bequemes und authentisches Lesegefühl. Ebook Reader der neuesten Generation bringen aber noch weitere Vorteile mit sich. Dank gestiegener Speicherkapazitäten lassen sich tausende Bücher speichern. Diese wiederum kann man sich ohne weiteres direkt aus dem Netz ziehen oder auch zum Teil direkt online lesen. Internetanbindung ist aber längst noch nicht bei allen eBook Readern selbstverständlich. Während beispielsweise der Kindle Amazon direkt mit einer kostenlosen, mobilen Anbindung an den Amazon Bookstore ausgeliefert wird, setzen die meisten anderen Hersteller noch auf die Synchronisation mit einem Rechner. Die neuesten Reader wie z.B. der Sony PRS 700 verfügen zudem über moderne Touchscreens, die es gestatten Noitzen anzufertigen. Ebook Reader sind somit nicht mehr nur reine Lesegeräte, sondern können auch als Arbeitsgerät für unterwegs dienen.

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