Seit dem 1. April diesen Jahres ist der eBook Reader von Weltbild auf dem Markt, bekam aber umgehend auch ein wenig Konkurrenz vom iPad, welches etwa zur gleichen Zeit erschien. Viele werden sich nun denken, dass ein iPad womöglich die bessere Wahl wäre und dem eBook Reader eindeutig vorzuziehen ist, da ein Tablet PC effektiv mehr Verwendungsmöglichkeiten bieten kann. Allerdings sollte man hier vorsichtig mit dem Urteil sein. Jemand, der es auf einen eBook Reader abgesehen hat und hauptsächlich dazu verwenden möchte, um auf elektronischem Weg Bücher zu lesen, wird früher oder später Probleme mit dem iPad bekommen.
Im Gegensatz zum eBook Reader ist das iPad etwas schwerer und bietet eine kürzere Akkulaufzeit. Hinzu kommt leider die Unfähigkeit, sich an die Außenbeleuchtung anzupassen. Das eBook trifft es da etwas besser, da auch bei der größten Sonneneinstrahlung noch ein angenehmes Lesen durch das E-Ink Display möglich ist. Als weiterer Nachteil wird verzeichnet, dass beim iPad nur speziell aus dem Store gekaufte Software eingespeist werden kann, während beim eBook Reader und anderen, kompatiblen Geräten eine Austauschmöglichkeit vorhanden ist. Letzten Endes sind die Dateien, die auf das iPad geladen werden, auch teurer als der Konkurrent. 30 Prozent der Einnahmen bezieht Apple selbst, was bei anderen eBook Readern ausbleibt.
Hauptsächlich ist das iPad dafür ausgelegt, dass andere Funktionen im Vordergrund stehen. Aber effektiv kann es den eBook Reader nicht ersetzen. Die Möglichkeit, ein eBook darüber zu lesen, ist eigentlich nur ein netter Nebeneffekt. Im Grunde ist das iPad hauptsächlich für Menschen gedacht, die zwar gerne etwas lesen, aber häufiger mit anderen Medien zu tun haben, wie beispielsweise dem Internet oder verschiedenen Apps.
Wer also gerne eher 5 Stunden am Stück im Zug sitzt und währenddessen ein zuverlässiges E-Book lesen möchte, ist mit dem eBook Reader besser beraten. Im Flugzug darf übrigens sowohl iPad eBook Reader nicht benutzen – und das völlig unabhängig ob man die Flüge billig bucht oder sich doch eher für eine teure Fluggesellschaft entschieden hat